"In einer kollektiv alternden Gesellschaft kann gesellschaftlicher Wohlstand für alle nur gemeinsam mit kreativen und innovationsbereiten Älteren geschaffen und erhalten werden."

 

Prof. Dr. Gerhard Naegele, 5. Altenberichtskommission

 


Die Jugend ist unsere Zukunft...

Nur die Jugend?

 

>> Wird nicht in unserer ökonomisierten Welt der "Zukunfts-Wert" einer Bevölkerungsgruppe an Kriterien wie Anteil an der Gesamtbevölkerung, Kaufkraft, Nachfragepotenzial usw. gemessen? Die "Datenlage" im Vogelsbergkreis: "Bis 2030 wird es rund 20.000 Einwohner weniger geben, dabei nimmt die Zahl der unter 25-Jährigen um rund 25.800 ab, die Zahl der 25- bis 65-Jährigen verringert sich um rund 59.000, während die Zahl der über 65-Jährigen um 24.700 ansteigen wird (ein Anstieg um 28 Prozent). Auch die Zahl pflegebedürftiger Personen werde nach Datenlage bis 2030 um 14 Prozent an- steigen." Demnach ist die "Generation Zukunft" über 65. Ihre Kaufkraft, ihre Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, ihre Wohnbedürfnisse usw. halten die heimische Wirtschaft stabil und verhindern eine Leerstandswüste. Und anders als bei den Jüngeren, die wegziehen, bilden diese Älteren ein erhebliches Zuzugspotenzial, ein intelligentes Immobilienmarketing sowie die Entwicklung einer genügenden Zahl von Netzwerken für Nachbarschaftshilfe voraus gesetzt. <<


Wir "Jungen Alten" warten nicht auf "Angebote" - Wir vertreten unsere Interessen selbst - und dienen damit der Demokratisierung der Gesellschaft in postdemokratischen Zeiten!


Warum noch kein Seniorenbeirat in Ulrichstein?

Die richtigen Entscheidungen für die Daseinsvorsorge der Bevölkerung zu treffen, ist Aufgabe der Kommunen. Besonders die älteren Bürger haben ein vitales Interesse daran, dass ihre Versorgung in allen Phasen des Alterns ausreichend gesichert ist. In den politischen Gremien und Verwaltungen der Städte und Gemeinden ringen Parteien um die politische Macht, hinter denen wiederum unter-schiedlichste gesellschaftliche Interessengruppen oder Einzelpersonen stehen und ihre Anliegen durchzusetzen versuchen. Die Generation 60Plus ist hier zwar auch repräsentiert, doch sorgen oft die Rücksichten auf eine bestimmte "Parteilinie", die desolaten Gemeindefinanzen oder der "Kompromiss" genannte politische Kuhhandel dafür, dass "Senioren-Themen" unter F wie "ferner liefen" zu den Akten genommen und auf die berühmte "lange Bank" geschoben werden. Überhaupt beanspruchen politi-sche Entscheidungsprozesse oft eine unangemessene Zeit. Dabei ist es kein Witz: Am wenigsten davon haben tatsächlich die Rentner... Jedenfalls dann, wenn sie so unbescheiden sind, die bean-tragten Maßnahmen selbst noch erleben zu wollen. 

 

Aus diesen und vielen anderen Gründen haben sich kluge Köpfe  partei- und verbandsneutrale Seniorenbeiräte einfallen lassen; und zumindest die "hohe Politik" unterstützt dankenswerterweise diese Idee ausdrücklich [Einzelheiten hierzu auf meiner Seite "Seniorenvertretungen im Vogels-bergkreis - Senioren ins Netz(werk)!]. Es geht darum, die Generation 60Plus in die Lage zu versetzen, ihre Anliegen - vorbei an allen sonstigen Gremien und Instanzen - unverwässert in den gesellschaft-lichen Dialog einzubringen. Und das ist gut so.

 

Das finden allerdings nicht alle "Provinzfürsten" im ehemaligen "Junkerland" Vogelsberg. Ihr Altersbild stammt nicht selten noch von "anno dunnemals". Und natürlich fürchtet man (zu Recht!), dass da außerparlamentarische Machtzentren entstehen, die mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit und dem damit verbundenen Einfluss auf die Meinungs- und Willensbildung manchem Amts- oder Mandatsträger das (Über-)Leben schwer machen könnten. Aber genau das gehört zum Wesen der Demokratie - innerhalb und außerhalb der politischen Institutionen. Auch dem einzelnen Bürger kommt in der Demokratie ein Wächteramt zu. Nicht anpassen - aufpassen! So mancher "Junker Riedesel" in der Kommunalpolitik neigt leider zu einem reichlich sorglosen Umgang mit "Recht und Gesetz". So erklärte der Landrat des Vogelsbergkreises den 2013 gegründeten Kreisseniorenbeirat mal kurzerhand zur "Kommission" und machte damit aus einem als partei- und verbandsunabhängig gedachten Vertretungsorgan eine Art "Senioren-VHS" unter Vorsitz von Kreispolitikern. Die Ulrichsteiner Stadtoberen scheiterten bei dem Versuch, die Kosten für die Erneuerung des Kanalnetzes auf private Grundbesitzer und Gewerbe-treibende umzulegen, an dem wütenden Protest einer Bürgerinitiative. Erst nach fünfjährigem Rechts-streit und Prozessniederlagen in allen verwaltungs-gerichtlichen Instanzen mussten sie sich schließlich eingestehen, dass den städtischen Forderungen die Rechtsgrundlage gefehlt hatte und die Gebühren-bescheide zum Teil auf falschen Berechnungen beruhten. Ergebnis: Nun muss ein zusätzlicher Kredit von 1,3 Millionen Euro aufgenommen werden, um die zu Unrecht vereinnahmten Vorauszahlungen an die geschröpften Bürger zurückzahlen zu können.

    

Bei der Arbeit von Seniorenbeiräten geht es übrigens nicht darum, ständig spezielle Seniorenthemen in den Vordergrund zu rücken, die als besonders "unsexy" gelten, weil immer noch viele Politiker glauben, dass diese keine Wählerstimmen bringen. Auch die Älteren sind in erster Linie Bürger, die dasselbe Interesse an der Entwicklung des Gemeinwesens und am Wohlergehen der gesamten Bevölkerung haben wie alle übrigen Altersgruppen auch. Wenn die Älteren der Politik also "Druck machen", kommt dies allen zugute und stört nicht einfach nur die Harmonie, wie mancher zu glauben scheint. Dies gilt zum Beispiel in allen Fragen der Abgabenlasten - für die politisch Verantwortlichen im Ulrichsteiner Rathaus ein hochnotpeinliches Thema.

 

Trotz Überparteilichkeit, weltanschaulicher Neutralität und Verbandsunabhängigkeit sind Senioren-beiräte politische Gremien, die nicht nur die Bespaßung Hochbetagter zu Weihnachten und im Karneval organisieren (womit keineswegs gegen solche Angebote, die durchaus ihre Berechtigung haben, polemisiert werden soll!), sondern die Forderung nach der Bürgergesellschaft, die in den Sonntags-reden der Politprominenz so gern erhoben wird, kraftvoll in die Tat umsetzen. Und gerade wenn es um die viel beredete Bürgerbeteiligung geht, sollten die Alten, die tatsächlich am wenigsten Zeit haben, ordentlich "auf die Tube" drücken (siehe mein Leserbrief an den Lauterbacher Anzeiger, veröffentlicht am 17.09.2014). Hier der LINK zum vollen Wortlaut des im Anzeiger um die Hälfte gekürzten Beitrags.

 

Fazit: Ulrichstein braucht einen Seniorenbeirat! Als erster Unterstützer hat Herr Stadtverordnetenvorsteher Heiko Müller*) mir mitgeteilt, dass diese Forderung für ihn "auf die Agenda" gehöre. Bravo! Und hoffentlich finden sich in der "Stadt mit Weitblick" genügend Weitblickende, die das genauso sehen! Und falls nicht, gründen wir eben einen "alternativen Seniorenbeirat" als "Opas APO"! Die Presse wird begeistert sein!

 

Ulrich Lange  

*) leider inzwischen aus privaten Gründen als Stadtverordnetenvorsteher zurück getreten      


Seniorenpolitik im Vogelsbergkreis

 

Aller schönen Worte zum Trotz ist die Vertretung der Interessen der Generation 60 Plus noch immer ein Stiefkind der Kreispolitik. Dies wird deutlich an der Behandlung meiner Frage zur Zahl der Seniorenbeiräte auf der Plattform "direktzu".

 

Hier mein Kommentar auf die Antwort von Landrat Manfred Görig:

http://internatsberatung.beepworld.de/files/offenerbriefgrigzahlderseniorenbeirte.pdf

 


Senioren geben Denkanstöße:

Gegen die Verödung der Ulrichsteiner Kernstadt

Nicht nur im ehemaligen Ferienpark Burgblick stehen zahlreiche Gebäude leer. Ein ähnlich depri-mierendes Bild bietet mittlerweile die Kernstadt. Etliche Wohn- und Gewerbeobjekte stehen zum Verkauf, werden nicht mehr dauerhaft bewohnt, zeigen Spuren von Vernachlässigung und Verfall. Dabei gibt es längst erfolgreiche Konzepte zur Neubelebung der alten Ortskerne. Bundesweit bekannt geworden ist das Walmeroder Modell. In den 21 Verbandegemeinden der rheinland-pfälzischen Ort- schaft werden seit zehn Jahren keine Neubaugebiete mehr ausgewiesen. Gezielt gefördert werden stattdessen Erwerb und Sanierung alter Bausubstanz, die Bebauung von Baulücken sowie der Abriss alter Gebäude zwecks Errichtung eines Neubaus an gleicher Stelle. Zusätzlich wurden Verwaltungsab- läufe extrem beschleunigt. Innerhalb von nur zehn Arbeitstagen erhalten Bauwillige die Genehmigung für Abriss, Um- bzw. Neubauvorhaben. Auflagen bezüglich der äußeren Gestaltung der Gebäude ent- fallen. Hinzu kommen finanzielle Anreize in Form einer kostenlosen Erstberatung für Käufer und Ver- käufer durch einen Architekten sowie eine jährliche Förderung in Höhe von 1000 Euro über maximal acht Jahre. Bis August 2013 wurden von der Verbandsgemeinde 153 Objekte gefördert. Hierdurch wurde ein Zuzug von rund 25 Prozent der Einwohnerzahl bewirkt, zu 77 Prozent von jungen Familien. Alle erfolgreichen Um- und Neubauprojekte werden im Internet dargestellt, um potenziellen Interessen- ten konkrete Anregungen zu vermitteln. Die Vorteile für die Gemeinde sind unübersehbar. So wurden von vornherein 920.000 Euro für die Erschließung von Neubauflächen eingespart. Über die In- vestitionen der Neubürger sind über 23 Millionen in die Gemeinde geflossen, die überwiegend einheimischen Handwerks-betrieben zugute kamen.

 

Unser Seniorendorf-Modell, das auch die Ulrichsteiner Kernstadt einbezieht, ist sehr gut geeignet, In- teresse für eine Ansiedlung in Ulrichstein zu wecken. Würde die Stadt eine entsprechende Initiative für die Neubelebung der Innenstadt entwickeln, könnten zusätzliche Synergieeffekte mobilisiert werden.    


"Gutes Leben mit Demenz im Vogelsbergkreis"

Studie zur Versorgungssituation von Demenzkranken als Projekt von Studierenden des Studiengangs Pflegemanagement der Hochschule Fulda 

Aus dem Lauterbacher Anzeiger vom 7. Jan. 2015, S. 11:

 

>> Ziel [der Studie] ist es herauszufinden, welche Strukturen vorhanden sind und welche Potenziale erschlossen oder benötigt werden, damit sich Menschen mit Demenz gut aufgehoben fühlen. 

Für Landrat Manfred Görig, der sich mit den Beteiligten zur Projektabstimmung im Kreishaus traf, stellen die dünne Besiedlung und die vielen kleinen Dörfer mit weniger als 300 Einwohnern eine besondere Herausforderung dar. zudem lebten immer häufiger sehr alte Menschen ganz allein in ihrem Haus. Der Vogelsbergkreis habe die geringste Einwohnerdichte in Hessen. 

 

Die Fuldaer Professorin Dr. Helma Bleses erläuterte jetzt im Kreishaus das Projekt mit dem Titel "Gutes Leben mit Demenz im Vogelsbergkreis". Ziel sei es, in enger Zusammenarbeit mit dem Gesund-heitsamt des Vogelsbergkreises in einem ersten Schritt eine Übersicht zur aktuellen Versor-gungssituation bezogen auf Demenz zu erstellen. Anhand von Fallverläufen soll dabei gezielt die Perspektive von Betroffenen bzw. ihrem Unterstützungssystem berücksichtigt werden. In einem zweiten Schritt soll dann soll dann ein Konzept für ein "Gutes Leben mit Demenz im Vogelsbergkreis" entwickelt werden.

 

[...] "Es gibt bereits gute Angebote für Personen mit Demenz und ihre Angehörigen - aber sie sind oft gar nicht oder unzureichend bekannt", betonte [Dr. Siegrid] Stahl [von der Fachstelle für gesundheitliche Versorgung im Kreisgesundheitsamt]. Im Handlungsfeld Gesundheit und Pflege des Familienbündnisses sei wiederholt diskutiert worden, was nach Auslaufen der Kampagne ["Samstage gegen das Vergessen"] in allen 19 Städten und Gemeinden weiter angeboten werden soll. Es sei deutlich geworden, dass einzelne Aktionen oder Projekte wenig zielführend, sondern ein kreisweites Konzept zur Versorgung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sinnvoll sei. "Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist es, ein umfassendes Bild über bereits existierende Angebote und Strukturen im Sinne einer Ist-Analyse zu erhalten. Diese notwendigen Informationen sind der erste Schritt zur Erarbeitung eines Versorgungskonzeptes für Menschen mit Demenz", führte Stahl weiter aus. <<

 

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Vertraue, aber prüfe nach!

Der ZDF-Beitrag "Auf Kosten der Alten" vom 21.01.2015 belegt, dass die Qualität der Pflegeleistungen in Deutschlands Altenheimen trotz Milliarden-Input an Pflegekosten, "Pflege-TÜV" und "Pflege-stärkungs-gesetz" vielfach noch immer stark zu wünschen übrig lässt. Es fehlen objektive und effektive Prüfverfahren, die vor allem die Mittelverwendung der Heimbetreiber transparent machen! Anlass genug, dies in einem Leserbrief an den Lauterbacher Anzeiger publik zu machen:

 

Leserbrief an den LA vom 22.01.2015

Vertraue, aber prüfe nach!

Die Berechtigung dieser Lenin'schen Redewendung (russisch: Доверяй, но проверяй – Dowerjai, no prowerjai), zumeist falsch übersetzt als „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, wurde dem Fernsehvolk gestern (21.01.2015) einmal wieder drastisch vor Augen geführt. „Auf Kosten der Alten“, war der Beitrag aus der ZDF-Reihe „Zoom“ betitelt. Kernaussage: Es werde tüchtig verdient in den überwiegend privaten Heimen – und dennoch ständig gejammert, durchschnittlich 3.300 Euro pro Monat in der Pflegestufe III reichten nicht aus. Unzureichend sind aber wohl vor allem die Transparenz der Mittelverwendung und die staatlichen Pflege-Standards. „Es gibt kein Heim in Deutschland, in dem nicht täglich gegen die Menschenwürde verstoßen wird!“ äußert da der Heimleiter Armin Rieger vor laufender Kamera. Und: „Eine richtig unabhängige Kontrolle gibt es derzeit nicht!“ Trotz des jährlichen „Pflege-TÜV-Berichts“, den die behördliche Heimaufsicht und der medizinische Dienst der Krankenkassen unabhängig voneinander erstellen? „Deutschlands Pflege-TÜV fällt durch den TÜV“ kalauerte die Tageszeitung „DIE WELT“ vom 16.11.2014. Der Grund: Die Prüfkriterien der Aufsichtsinstanzen wurden von den Lobbyisten der Pflegeindustrie maßgeblich mitgestaltet. Amtliche Durchschnittsnote aller Einrichtungen daher: 1,2 = sehr gut!

Per Verfassungsbeschwerde will Rieger den Staat jetzt zwingen, seiner Schutzpflicht endlich ernsthaft nachzukommen. Mindestens drei weitere Klagen sind laut ZDF in Karlsruhe anhängig.

 

Der Abschlusspredigt auf dem Kirchentag 2015 in Stuttgart habe ich folgenden beherzigenswerten Leitsatz entnommen:

"Vertrauen kann man auch ohne Vertrauensseligkeit!"

 

Ulrich Lange


Seniorenbeirat der Stadt Mainz zum

Wohungsbedarf der Zukunft

Jenseits aller Diskussionen über seniorengerechte Wohnungsgrößen und die Kosten der Herstellung von Barrierefreiheit dreht sich die Frage um das Wohnen im Alter künftig immer mehr um die Wohnformen. Hier versucht die Wohnungswirtschaft in Mainz  zunehmend, den sehr unterschiedlichen Vorstellungen älterer Menschen entgegen zu kommen. So wurde bereits 2004 das generationenübergreifende Projekt "Grüner Hof" in der Mainzer Neustadt realisiert, in das sechs Senioren-Wohngemeinschaften mit rund-um-die-Uhr-Assistenz integriert sind. Im King-Park gegenüber dem Bruchweg-Stadion vermietet die Wohnbau die 32 Wohnungen in der John-F.-Kennedy-Straße 6 exklusiv an die Mitglieder des Vereins Vis-a-Vis, deren Alter zwischen 40 und 80 liegt und die hier gemeinsam älter werden wollen. Ganz in der Nähe verwirklicht die Wohnbau ein weiteres Mehr- generationenprojekt: „Zuhause in Mainz – miteinander sorgenfrei leben“. Am Cavalier Holstein entstehen 98 barrierefreie Wohnungen, von denen 60 gefördert werden. Ein Alten- und Krankenpflegedienst bietet hier Pflege- und sonstige Versorgungsleistungen bis zur Pflegestufe drei an, hat dort auch ein eigenes Servicecenter.


Doch diese Angebote reichen bei weitem nicht aus. Der Mainzer Seniorenbeirat sieht daher noch große Defizite bei der Entwicklung weiterer Modelle für altersgerechtes Wohnen. Sprecherin Christiane Gerhardt: „Bei Alten-heimen und Residenzen gibt es lange Wartelisten.“ Wobei die Angebote nicht billig sind: Je nach Standort kostet etwa eine Wohnung in einer solchen Anlage für zwei Personen mit Mittagessen, Notfallknopf für die 24 Stunden präsente Hilfe und dem Anrecht auf spätere Übernahme in den Pflegebereich runde 2.500 Euro. Wobei allein der Wohnungsanteil für zwei Zimmer mit Küche und Bad 1.600 Euro ausmacht.

Das kann nicht jeder bezahlen, wie überhaupt das Thema Altersarmut an Gewicht gewinnen wird. Wobei die Leiterin der Wohnbau-Sozialplanung immer wieder feststellen muss, wie wenig viele Senioren darüber wissen, welche Hilfen es gibt – auch bei der Miete. „Hier bieten wir Beratung an, damit die Senioren auch bekommen, was ihnen zusteht.“


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